Tipps für „gutes“ Streiten in der Familie

Permanent picken Familien derzeit zusammen und aufeinander. Verständlicherweise kommt es da zu Konflikten und Streitereien.

Wie können diese aufgeladenen Situationen wieder entschärft werden und wie können wir wertschätzend streiten? Hier ein paar Tipps – aufgegabelt beim SOS Kinderdorf.

  • Dieses Leid betrifft uns alle

Die Coronakrise ist für Eltern und Kinder, für alle Familienmitglieder schwierig und zermürbend. Sich gegenseitig zu erzählen, wie sich das anfühlt, hilft schon einmal sehr. Gefühle zu teilen, tut gut.

 

  • Auf Abstand gehen

Sich von den anderen eine Pause gönnen, scheint jetzt besonders wichtig. Ein Spaziergang alleine, die Kinder mal für sich im Kinderzimmer spielen lassen. Die Gedanken können so ruhiger werden. Auch Kinder brauchen ihre Ruhephasen, wo sie vielleicht einmal tatsächlich nichts oder wenig machen.

 

  • Perfektionismus Ade!

In dieser Ausnahmesituation gehören Regeln gebrochen – nichts und niemand muss perfekt sein. Lockerer als sonst an Dinge heranzugehen, macht die angespannte Lage leichter nehmbar.

 

  • Sprechen hilft

Störendes, Lästiges, Quälendes, Belastendes ansprechen, ist ganz besonders wichtig. Sonst staut sich das alles zu einer Zeitbombe auf und explodiert unkontrolliert. Darüber reden hilft!

 

  • Gutes Streiten ist richtig und wichtig

Streiten gehört zu unserem Leben dazu. Nur wie es gut machen? Zuhören und ausreden lassen, sind wichtige Elemente. Sich Zeit lassen, den ersten Ärger mal rauslassen und dann in Ruhe weiter diskutieren. Nicht alles, was da kommt, ist ein persönlicher Angriff. Oft stecken Sorgen, Ängste und Wünsche dahinter.

 

  • Versöhnung im Vordergrund

Besonders wichtig für Kinder, aber natürlich auch für Erwachsene, ist es, sich nach einem wilden Zoff wieder zu versöhnen. Wir brauchen alle die Sicherheit, dass ein Streit kein endgültiger Bruch in einer Beziehung ist. Reden, zuhören, verzeihen können – nach hitzigen Gefechten wieder Ruhe in das Familiensystem bringen, steht an erster Stelle.

Quelle: sos-kinderdorf.at

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