Selbstfürsorge

Selbstfürsorge ist unabdingbar für ein gesundes und erfülltes Leben. Fürsorglich mit dir umzugehen bedeutet, dich mit Freundlichkeit und Mitgefühl zu behandeln.

Es bedeutet, die Beziehung zu dir selbst positiv zu gestalten, dich kennenzulernen, loszulassen, was dich herunterzieht, und den Umgang mit deinen Gedanken und Gefühlen zu erlernen. Es bedeutet, Beziehungen zu führen, die auf Respekt basieren, Grenzen zu setzen, dir deine Bedürfnisse zu erfüllen und dein Leben insgesamt so zu gestalten, dass du dich darin wohlfühlst und aufblühen kannst. Wenn wir uns nicht um uns selbst kümmern, sind zahlreiche Probleme vorprogrammiert: Erschöpfung, Überlastung, Stress, Krankheit, Unzufriedenheit, … Doch obwohl uns das häufig bewusst ist, fällt es oft schwer, Zeit für sich selbst zu finden.

10 Tipps für deine Selbstfürsorge im Alltag

1

Nimm deine Bedürfnisse wahr: Selbstfürsorge bedeutet, liebevoll auf deine Bedürfnisse einzugehen. Dazu musst du sie zunächst wahrnehmen. Ein einfacher Trick ist der Folgende: Stell dir über den Tag verteilt zwei bis drei Alarme auf deinem Handy. Wenn sie losgehen, halte kurz inne und höre in dich hinein: Wie fühle ich mich? Was brauche ich gerade? Wenn du herausgefunden hast, was du gerade brauchst, erfülle dir diese Bedürfnisse.

2

Respektiere deine Grenzen: Selbstfürsorge bedeutet auch, auf die eigenen Grenzen zu achten. Was kannst du tun und was möchtest du tun? Ist es dir zu viel, am Wochenende beim Umzug zu helfen, dann äußere das. Möchtest du keine offene Beziehung führen, dann sage das.

3

Stoppe Selbstkritik: Ein liebevoller Umgang mit dir selbst erfordert auch, dass du dich gedanklich nicht fertig machst. Wenn du dich dabei erwischst, stoppe dich sofort. Im Idealfall hinterfragst du deinen Gedanken und gelangst zu einer realistischeren Auffassung.  Aber selbst, wenn dir das nicht gelingt, weil dir ein wohlwollender Blick auf dich selbst noch schwerfällt, sag wenigstens: „Stopp! Ich rede mich gerade schlecht. Das möchte ich nicht mehr tun!“ Und lenke dich dann ab.

4

Bremse deine Antreiber: Wenn du zu den Menschen gehörst, die alles immer perfekt machen müssen, ständig versuchen, es allen recht zu machen, oder glauben, sie müssten alles allein schaffen, bremse dich! Sage dir: „Gut ist gut genug!“, „Es reicht, wenn ich den Bericht zweimal Korrektur lese!“, „Es ist okay, wenn ich mir Hilfe hole!“. Seine Ansprüche zu reduzieren ist ein längerer Lernprozess. Aber er beginnt damit, dir bewusst zu werden, wenn du in dieses Muster verfällst, und deine Gedanken dann entsprechend zu verändern.

5

Tu etwas, das dir Freude bereitet: Fürsorglich mit dir umzugehen bedeutet auch, dafür zu sorgen, dass du oft genug etwas Schönes und Genussvolles erlebst. Hol dir die Freude zurück in deinen Alltag. Dazu kann es schon reichen, einem Hobby nachzugehen, jeden Abend auf dem Balkon zu lesen, ein gutes Gespräch mit dem Partner zu führen, tanzen zu gehen oder ein Eis zu genießen.

6

Schreibe Tagebuch: Tagebuch zu schreiben geht mit vielen Vorteilen einher und kann gleich verschiedene Selbstfürsorge-Zwecke erfüllen. Es ist eine wunderbare Möglichkeit, dich selbst besser kennenzulernen, und kann dir helfen, mehr über deine Gedanken und Gefühle zu erfahren. Was geht mir eigentlich den lieben langen Tag durch den Kopf? Was denke ich von mir? Was empfinde ich? Bin ich unzufrieden? Wenn ja, womit? Dadurch erhältst du einen besseren Zugang zu dir selbst und dir wird bewusst, was dich beschäftigt und wie du dich siehst.

7

Mach Pausen: Und zwar viele! Genauso wenig, wie das Wochenende ausreicht, um sich von einer ausbeuterischen Woche zu erholen, reicht eine Mittagspause, um sich von 8 Stunden anstrengender geistiger oder körperlicher Tätigkeit zu regenerieren. Achte daher darauf, über den Tag verteilt immer wieder aufzustehen, dich zu räkeln, ein frisches Getränk zu holen, ans Fenster zu gehen, eine Runde um den Block zu drehen oder ein kurzes Gespräch mit der Kollegin zu führen.

8

Führe positive Selbstgespräche: Wir alle führen Selbstgespräche. Wir sagen uns, was wir noch tun müssen, oder kommentieren, was wir gerade machen. Deine Selbstgespräche sollten mitfühlend, motivierend und positiv sein. Alles, was du dir sagst, kannst du auf eine mitfühlende, respektvolle und freundliche Art tun.

9

Bleib dir selbst treu: Dir selbst treu zu bleiben bedeutet nicht, immer stur deinen Willen durchzusetzen oder ihn anderen aufzuzwingen. Es bedeutet aber, dass du dir über deine Werte bewusst wirst und überlegst, inwiefern du aktuell in Übereinstimmung mit ihnen lebst. Selbstfürsorge kann dann bedeuten, Grenzen zu setzen und „Nein“ zu sagen, wenn du etwas nicht machen willst. Es kann bedeuten, dich nach einem anderen Job umzusehen oder zu einer Paarberatung zu gehen, weil deine Beziehung nicht mehr das ist, was du brauchst und dir erhoffst.

10

Nimm deine Gefühle ernst: Deine Gefühle sind wichtig. Sie wollen dir etwas sagen. Deswegen höre ihnen zu. Was empfindest du? Ist da schon lange eine schwelende Unzufriedenheit, die du mit dir herumträgst? Kannst du die Wut über eine Ungerechtigkeit nicht loslassen, die dir widerfahren ist? Fühlst du dich im Job gelangweilt und unterfordert? Wenn du auf deine Gefühle achtest, kannst du durch sie sehr viel über dich erfahren und so noch besser für dich sorgen.

Wir wünschen dir viel Freude auf deinem Weg zu einer positiven Beziehung mit dir selbst! 

Wenn du mehr für dich und dein Wohlbefinden tun möchtest, dann entdecke unsere Videos und Podcasts – auch zum Thema Selbstfürsorge.

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